Manuelle Lymphdrainage

 

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen. Ihre Anwendungsgebiete sind breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie ödematöser Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung verschrieben.
 

Mit feinen Grifftechniken wird ein sanfter Schub (Verschieben der Haut) auf das Lymphgewebe ausgeübt und mit einer Entlastungsphase, wobei nur Hautkontakt gehalten wird, die Lymphflüssigkeit vorwärts getrieben. Diese sanfte Behandlungsform ist auch für Schmerzpatienten gut erträglich.
 

Je nach Ödem-Art, Lokalisation und Ausmass bandagiere ich Ihnen im Anschluss an die Manuelle Lymphdrainage die betroffene Stelle, passe Ihnen Spezial-Auflagematerial an oder verweise Sie an einen Orthopäden für eine Bestrumpfung.

 

Die manuelle Lymphdrainage wirkt...
…entwässernd, entstauend
…entgiftend, entschlackend
…beruhigend, entspannend
…stärkt das Immunsystem

 

Sie wird angewandt bei:

  • Lymphödemen / Lipödemen

  • Phlebo-lymphostatischen Ödemen

  • HWS-Syndrom, Migräne, Schädelhirntrauma

  • Blutergüssen (Hämatome)

  • Ödemen nach Unfällen und Operationen

  • Wundheilungsstörungen / zur Narbenkorrektur

  • Hauterkrankungen (Neurodermitis, Akne, Ekzeme)

  • Lähmungsbedingten Ödemen

  • Krampfadern (Varizen)

  • Nach grippalen Infekten

  • Hüft- und Kniearthrose

  • Chron. Ekzeme / Psoriasis

  • Multiple Sklerose

  • Ödemen nach Zahnextraktion

  • Nervenschmerzen im Gesicht

  • Gesichtsnerv-Lähmungen usw.

 

Die drei Säulen der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE):
In der ersten Behandlungsphase ist die Manuelle Lymphdrainage in kurzen Abständen angebracht. Anschliessend ist eine gute Hautpflege erforderlich, bevor der Therapeut, je nach Ausmass des Ödems, das Bandagieren der betroffenen Region vornimmt. In der zweiten Behandlungsphase ist es zudem unerlässlich, dass der Patient täglich die von den Therapeuten instruierten Bewegungsübungen durchführt und sich allgemein ausreichend bewegt. In der dritten Behandlungsphase mit der zunehmenden Reduktion der Wassereinlagerung kann anschliessend durch Fachpersonen in einem Orthopädiegeschäft, anhand von speziellen Messungen, ein Strumpf exakt auf den Patienten angepasst werden. Durch die genaue Anpassung sind der Therapieerfolg und der Tragekomfort erhöht. Die Strümpfe gibt es in allen möglichen Farben und Designe.

 

 

© 2020 Mirjam Riechsteiner